Frauen 1 - Vorbericht 1. FSV Mainz 05 - TG Nürtingen

aus der Nürtinger Zeitung vom 27.01.2012
Eine ganz harte Nuss

TGN am Sonntag in Mainz

Eine sehr schwierige Aufgabe erwartet die erste Frauenmannschaft der TG Nürtingen am Sonntag (15 Uhr) beim FSV Mainz. Beim Tabellenzweiten der Dritten Liga Süd gilt die Turngemeinde als krasser Außenseiter.

„Das wird ein ganz, ganz schweres Spiel“, dämpft Wilfried Günther zunächst alle Hoffnungen auf einen neuerlichen Coup. „Mit einem Sieg im DHB-Pokal gegen Zweitligist Ketsch sowie zwei deutlichen Siegen gegen Allensbach und Haunstetten ist Mainz glänzend ins neue Jahr gestartet“, fügt der TG-Trainer an. Vor allem der deutliche Erfolg gegen den Tabellenzweiten Allensbach, der nach einem neuerlichen Stolperer vergangenes Wochenende von den Mainzerinnen als Zweiter abgelöst wurde, dürfte ihnen einen gewaltigen Schub gegeben haben. „Mainz ist im Moment gut drauf und es wird wohl kaum möglich sein, die Überraschung vom Hinspiel zu wiederholen. Wir haben aber nichts zu verlieren“, so Günther.

Erste Standortbestimmung für TGN im neuen Jahr


Mainz wird darauf brennen, die 27:28-Hinspielniederlage in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle vergessen zu machen. Nur noch gegen Tabellenführer Waiblingen hatten die Mainzerinnen in der Punkterunde das Nachsehen. Der FSV verfügt über einen homogenen und hervorragend besetzten Kader, bei dem die Spielanteile und Torwürfe auch sehr breit gestreut sind. Ähnlich wie Tabellenführer Waiblingen ist die Mannschaft daher nicht leicht ausrechenbar und es bedarf schon einer außergewöhnlichen Leistung, um in Mainz achtbar über die Runden zu kommen. Laut Mainzer Homepage muss der FSV zwar aus studienbedingten Gründen und Verletzung auf die eine oder andere Spielerin verzichten, jedoch ändert dies kaum etwas an der Durchschlagskraft der Mannschaft.

Für die TG Nürtingen ist die Partie in Mainz eine erste Standortbestimmung im neuen Jahr. Nach der kurzen Weihnachtspause und dem Erfolg vor vierzehn Tagen in Albstadt mussten die TG-Spielerinnen erneut eine kleine Spielpause einlegen. Von allen Anhängern als Pflichtsieg erwartet, erweist sich der Erfolg in Albstadt mittlerweile als durchaus souveräne Aufgabenlösung. Mit dem Sieg Albstadts über Waiblingen haben die Handballerinnen von der Südalb nachdrücklich unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur als Prügelknabe der Liga herhalten wollen. Ob die TG schon wieder richtig in der Wettkampfpraxis angekommen ist, muss sich erst noch am Sonntag erweisen. Die Unterbrechungen an den letzten Wochenenden waren dafür jedenfalls nicht gerade förderlich.

Zwar fehlen nach wie vor Nele Sigel verletzungsbedingt und Lisa Ritter, die studienhalber in Frankreich weilt, jedoch trainierte die übrige Mannschaft vollzählig und mit vollem Engagement und brennt geradezu auf die nächsten Bundesligaeinsätze. Gelingt es aus der Polarnacht, Sportlerehrung bei der Stadt Nürtingen und der freudigen Kunde von der Geburt Maria Teresa Mendolias Tochter entsprechenden Rückenwind mitzunehmen, dann darf man auf ein weiteres gutes Spiel der TG gespannt sein. jüs

 

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