| Interview mit G. Deininger, Dezember 2011 |
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aus der Nürtinger Zeitung vom 16.12.2011 „Vielleicht ist es jetzt schon zu spät“ VON JENS VÖHRINGER Die Lage wird immer aussichtsloser für die Württembergliga-Handballer der TG Nürtingen. Nach der jüngsten 30:38-Schlappe beim Mitkonkurrenten HRW Laupheim beträgt der Abstand zum rettenden Platz elf schon sieben Zähler. „Die Gefahr besteht, abzusteigen“, sagt der Sportliche Leiter Gerhard Deininger im Interview. Herr Deininger, wie schätzen Sie die derzeitige Lage bei den TG-Handballern ein? Da braucht man nicht viel drüber diskutieren. Die Tabelle spricht eine eindeutige Sprache. Wie erklären Sie sich den bisherigen Saisonverlauf? Den kann ich mir nicht erklären. Wir haben nur einen Spieler verloren, meinen Sohn Christoph, und vier gute dazubekommen. Zwei davon (Marius Ewald und Marco Melo, Anm. d. Red.) waren in ihren Landesligamannschaften vergangene Saison Torschützenkönig. Aber eine Klasse höher geht es eben etwas rauer zu. Und der Rest der Mannschaft hat die Leistung der Vorsaison auch noch nicht gebracht. Auch der Trainer ist derselbe. Steht Stefan Eidt auch kommendes Jahr noch an der Seitenlinie bei der TG? Dazu werde ich hier sicher nichts sagen. Ich bin es aber satt, wie in der Vergangenheit alle zwei Jahre einen neuen Trainer zu haben. In diesem Bereich hat bei uns die Kontinuität gefehlt. Das Derby gegen den TSV Wolfschlugen wird also kein Schicksalsspiel für den Trainer. Nein. Das ist für mich kein Thema. Die Schicksalsspiele haben wir hinter uns. Eines davon war in Laupheim vergangenes Wochenende. Das hätten wir nicht verlieren dürfen. Der Abstand ist jetzt schon sehr groß auf einen Nichtabstiegsplatz. Auch nach dem Spiel bei der HSG Schönbuch, das wir trotz Fünf-Tore-Vorsprung verloren haben, wurden die Stimmen von außen laut. Dennoch habe ich mich zuletzt immer gegen einen Trainerwechsel gewehrt. Weshalb? Das ist auch kein Allheilmittel. Vielleicht ist es jetzt auch schon zu spät, um es mit einem neuen Trainer zu versuchen. Ist die TGN noch vor dem Abstieg zu retten? Ich bin jemand, der der Realität ins Auge sieht. Ich sage es einmal so: Die Gefahr besteht, abzusteigen. Und dann? Dann versuchen wir einen Neuanfang eine Klasse tiefer. Vielleicht mit Stefan Eidt. So weit ist es noch nicht. Am Samstag geht’s im Derby gegen Wolfschlugen. Den TSV fegte die TG Mitte Februar mit 35:24 aus der Halle. Wie, denken Sie, wird’s dieses Mal? Ich glaube nicht, dass wir gewinnen. Aber ich erwarte eine Trotzreaktion und – dass wir uns gut aus der Affäre ziehen.
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