| Männer 1 - Interview Volker Schulz |
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Volker Schulz bildet mit Stefan Eidt das Trainer-Team der ersten Männermannschaft. Neben seinen Aufgaben als Co- und Torwart-Trainer verwöhnt der begeisterte Hobbykoch seine Mannschaft immer wieder kulinarischen Leckerbissen und sorgt auch sonst dafür, dass es dem Team an nichts mangelt. Im Interview blickt der ehemalige Rückraummittespieler auf die vergangene Saison zurück, spricht über die Zusammenarbeit mit Stefan Eidt und äußert sich zu seinen Zielen und Erwartungen für die kommende Spielzeit.
Du bist seit vier Jahren Co-Trainer und aus der ersten Männermannschaft nicht mehr wegzudenken. Wie fällt Dein Fazit für die vergangenen vier Jahre aus? Es ist für mich ein gewisser Entwicklungsprozess. Die ersten beiden Jahre mit Achim Staudinger waren dadurch geprägt, dass er ein sehr individuell arbeitender Trainer ist. Da war meine Tätigkeit eigentlich auf organisatorische und soziale Komponenten begrenzt. Mit Stefan Eidt bildest Du nun seit zwei Jahren ein hervorragend funktionierendes Trainergespann. Wie lässt sich eure Zusammenarbeit beschreiben? Perfekt. Gleiche Philosophie, kurze Wege und viel Spaß dabei. Wir haben eine klare Aufgabenteilung. Stefan macht Trainingsplanung und -leitung, ist verantwortlich während der Spiele und gibt die Taktik vor. Ich bin zuständig für das Torwarttraining, für Organisatorisches und stehe Stefan mit Rat und Tat bei spieltaktischen Fragen zur Seite. Stefan und du habt Euch vor der letzten Saison bewusst gegen Neuzugänge entschieden und wart Euch sicher, auch mit einem sehr kleinen Kader den Klassenerhalt zu schaffen. Das war sehr mutig. Woher kam diese Überzeugung? Das war zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig. Es war nicht geplant ohne Neuzugänge in die Runde zu gehen. Aber nachdem klar war, dass die Spieler, die wir wollten, sich anders entschieden haben, war dies für uns die logische Konsequenz. Die Stimmung im Team war hervorragend, die individuelle Klasse vorhanden und wir waren der Überzeugung mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung unsere Ziele zu erreichen. Alles andere wäre nur ein reines Kader-Auffüllen gewesen. Die Mannschaft hat in vielen Partien der vergangenen Saison zwei Gesichter gezeigt. Einerseits boten die Neckarhandballer ansprechenden Handball mit Tempo und Spielwitz, dann wiederum produzierten sie ungewöhnlich viele technische und taktische Fehler, mit denen man sich häufig um den verdienten Lohn brachte. Hast du eine Erklärung für diese ständige Achterbahnfahrt? Durch den kleinen Kader bedingt hatten einzelne Spieler sehr hohe Spielanteile. Dazu noch die Verletztenmisere - da mussten wir jede Woche an der Leistungsgrenze zu spielen, immer mit wechselnden Aufstellungen. Damit ist Kontinuität praktisch unmöglich. Stefan Eidt und du waren – wegen großer Personalsorgen – fast immer gezwungen, zu improvisieren. Wie seid ihr mit dieser schwierigen Situation im Training- und Spielbetrieb umgegangen? Im Endeffekt konnten wir an der Situation ja nicht viel ändern. Wir konnten sie nur annehmen und das Beste daraus machen. Wir haben dann eben viel in Kleingruppen und individuell trainiert. Wenn man es positiv sehen will, haben sich auch ungeahnte Talente gezeigt und taktische Varianten ergeben. Wie fällt also dein Gesamtfazit für die vergangene Saison aus? Rundum positiv: Wir haben mit den Mannschaften im Mittelfeld auf Augenhöhe gespielt und auch im oberen Tabellendrittel für die ein oder andere Überraschung sorgen können. Außerdem haben ein paar Spieler ihre Chance genutzt und sich weiterentwickelt. Auch außerhalb des Spielfelds lief alles harmonisch und wir hatten viel Spaß. Mit Christian Sieger und Christoph Deininger haben wichtige Spieler den Verein verlassen. Wie schwer wiegt ihr Verlust? Sowohl sportlich als auch menschlich bedauere ich beide Abgänge sehr. Aber ich denke, sportlich können wir dies durch unsere Neuzugänge auf jeden Fall kompensieren. Und schließlich sind beide ja nicht aus der Welt und Christoph erwarte ich in irgendeiner Form nächste Saison so oder so wieder im Verein... In puncto Personalplanungen habt ihr einen kleinen Umbruch in der Mannschaft vollzogen und mit Melo, Ewald, Reinhardt und Glöckler gleich vier neue Spieler geholt. Was versprichst du dir von den Neuzugängen? Ich erwarte, dass wir in der Gesamtheit besser aufgestellt sein werden und uns jeder einzelne durch seine individuellen Stärken weiterbringen wird. Die Mannschaft hat erhebliches Entwicklungspotenzial. In welchen Bereichen sollen die Spieler vorangebracht werden? Wir wollen die Spieler in allen Bereich voranbringen. Das beginnt bei der individuellen Leistungsfähigkeit, geht weiter über spieltaktische Variationen bis hin zum allgemein schnelleren Spiel. Auch an der bereits angesprochenen Kontinuität wollen wir arbeiten. Das soll sich dann am Ende auch am Tabellenplatz widerspiegeln. Welche Erwartungen hast du an die Mannschaft? Ich erwarte von den Spielern, dass das Team weiterhin das Engagement der Trainer anerkennt und voll mitzieht. Die Mannschaft soll auch bei all der Trainingsintensität und -härte gerade in der Vorbereitung den Spaß nicht verlieren. Außerdem erwarte ich, dass "Alt" die Fußball-Wertung gewinnt. ;-) Welche Ziele hast du dir für die kommende Saison gesteckt? Ich persönlich würde gerne im Training ab und zu öfter mitmachen können und möchte den Torhütern ein abwechslungsreiches und forderndes Programm bieten. Neben dem Spielfeld möchte ich so wenig wie möglich den Schreibblock auf den Boden werfen müssen und außerhalb des Handballs will ich mein Sortiment von Grillmarinaden erweitern. |
